Agrogentechnik: BASF wirft das Handtuch

Der Chemiekonzern BASF verlegt den Sitz seines Tochterunternehmens für grüne Gentechnik in die USA. In weiten Teilen Europas fehle Akzeptanz bei der Mehrheit der Verbraucher, Landwirte und Politiker für die Pflanzenbiotechnologie, so der Konzern. Vor allem wegen der Genkartoffel "Amflora" war der Ludwigshafener Konzern immer wieder in die Kritik geraten, und die Politik in der EU und besonders in Deutschland folgte zunehmend der skeptischen Haltung in der Bevölkerung. So hatte die EU für die BASF-Genkartoffel Amflora, die für industrielle Anwendungen gedacht ist, erst nach jahrelangem Ringen im März 2010 den Anbau erlaubt. Der Streit um die Zulassung hatte 13 Jahre gedauert. BASF investierte zuletzt im Jahr rund 150 Millionen Euro in die Pflanzengentechnik.

Die Sprecher des Bundeslandwirtschafts- und des Wirtschaftsministeriums wollten die Nachricht nicht kommentieren. Man äußere sich nicht zu internen Unternehmensentscheidungen.

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